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Boden

Grundsätzlich diehnt jede Probenahme von Boden dazu, das Bodenmaterial repräsentativ zu bewerten ("anzusprechen"). Hierzu stehen uns verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die wir Ihnen im folgenden vorstellen möchten.

Bohrungen (Kleinrammbohrung, Rammkernsondierung)

Rammkernsondierung zur Probenahme von Bodenmaterial

Bei Rammkernsondierungen wird ein Rohr ("Schappe") mittels eines Gewichtes in den Boden getrieben und so das Bodenmaterial ("Bohrgut") zu tage gefördert. Kleinrammbohrungen haben einen Schappendurchmesser von 80 - 50 mm. Überlichweise kann damit eine wirtschaftliche Erkundung bis ca. 8 - 10 m unter Geländeoberkante erfolgen.

 

 

 

 

 

Schurfe

Bodenprobenahme durch Bagger-SchurfeBodenprobenahme durch Bagger-SchurfeDurch die Probenahme von Bodenmaterial mit Hilfe von Baggerlöchern ("Schurfe") kann ein guter Eindruck über die einzelnen Schichten des anstehenden Bodens gewonnen werden. Zudem erhält man bei der Probenahme eine große Menge an Probenmaterial. Baggerschurfe reichen auf die Tiefe des jeweiligen Baggers. Diese schaffen oft bis in eine Tiefe von 2 m (Minibagger) bis zu 4 - 5 m (Mobil- oder Raupenbagger).

 

 

 

 

Haufwerke / Mieten

Eine Haufwerk- bzw. Mietenbeprobung bietet sich immer dann an, wenn bereits im Vorfeld der (Erdbau-) Maßnahme klar ist, dass das Material vom Baugrundstück abtransportiert werden muss und eine geeignete "Zwischenlagerfläche" an Ort und Stelle vorhanden ist. Somit kann bereits beim Aushub durch z.B. eine örtliche fachliche Bauüberwachung die unterschiedlichen Bodenmaterialien nach Aussehen und Geruch getrennt werden.

Die anschließende Mietenbeprobung ist nach den Vorgaben der LAGA PN 98 durchzuführen.

 

Baugrube

Eine Probenahme in der ausgehobenen Baugrube kann an der Böschung bzw. an der Sohle der Baugrube erfolgen. Dies diehnt oftmals zur Beweissicherung, dass sämtliches auffälliges Bodenmaterial entfernt worden ist.

Zudem kann auch stichprobenartig Bodenmaterial beprobt werden, welches eventuell noch zu entfernen ist.