
Im Erd- und Verkehrswegebau werden Verdichtungsprüfungen zur Beurteilung der Tragfähigkeit und der Verdichtungsqualität von Böden eingesetzt. Hierfür eignet sich besonders die Verdichtungsprüfung mit dynamischem Plattendruckversuch (TP BF - StB Teil B 8.3).
Das Prüfverfahren eignet sich insbesondere für grobkörnige und gemischtkörnige Böden mit einem Größtkorn bis 63 mm und kann zur Ermittlung des dynamischen Verformungsmoduls Evd im Bereich von 15 bis 80 MN/m² angewendet werden. Mit dem dynamischen Plattendruckversuch kann eine Einwirktiefe von ca. 0,6 m erfasst werden.
Der dynamische Plattendruckversuch ist mit der ZTV-E StB 09 eine offiziell anerkannte Methode der Verdichtungsüberprüfung.
Die Vorteile dieser Methode sind

Da die Einwirktiefe beim dynamischen Plattendruckversuch begrenzt ist, wird zur Überprüfung der Verdichtung bei mächtigeren Schüttungen meistens die leichte Rammsonde (Künzelstab) DPL-5 nach DIN 4094 eingesetzt. Sie erlaubt eine qualitative Beurteilung des Unterbaus über mehrere Verdichtungshorizonte hinweg.