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Kategorie: Gebäude, Material 24 Mrz 2020 Tags: , , , , ,
PCB und Asbest in Fugenmasse und Fensterkitt Gefahrstoffe in Fugen und Kitte Asbest- und PCB-haltige Fugenmassen und Fensterkittes wurden mit Beginn der 1950er bis zum Ende der 1970er Jahre verwendet. Eingesetzt wurden sie zum Abdichten von vorwiegend alten Holzfenstern, oder als Anschlussfugen bei Fenstern, Fensterbänken, Türen oder auch Treppen. Fugen- bzw. Dichtungsmassen fanden in Gebäudedehnfugen, Sanitärfugen, Abdichtungen und Außenfugen ihre Anwendung. PCB (Polychlorierte Biphenyle) wurden in der Regel als Weichmacher beigemischt. Je nach Einsatzzweck bestehen Dichtungsmassen bzw. Fugenmassen aus Kunstharzen, Bitumen, Gips und Zement. Häufig werden ihnen auch Bindemittel beigemischt. Diese Fugenmassen fanden Anwendung in Glasfalzen, Fensterrahmen-, Zargen- , Einfass- und Bauteilfugen. PCB-haltige Dichtungsmassen wurden u.a. unter den Handelsnamen Clophen (Bayer AG), Aroclor, Fenchlor auf den Markt gebracht. Kein Verdacht auf PCB besteht bei Dichtungsfugenmassen auf Basis von Polyacryl, Silikon und Polyurethan. PCB-haltige Fugenmassen sind oft Ursache für eine hohe Raumluftbelastung. Sie enthalten in der Regel bis zu 30% des Masseanteils an PCB. Neben PCB wurde auch Asbest in Dichtungsmassen verwendet, um die Stabilität des Verbundes zu erhöhen. Ein bekanntes Beispiel ist der „Morinol“-Kitt, welcher lange in der DDR verwendet wurde. Der typische Glaserkitt in Glasfalzen und Fensterrahmenfugen basiert auf einer Leinölbasis, welche oft PCB oder Asbest enthalten können. Leinöl- […]
Vorgaben zur Lagerung und Entsorgung von Asphalt, Teer, Straßenaufbruch Die Bearbeitung des LfU-Merkblattes 3.4/1 zum Thema Straßenaufbruch, Asphalt, Teer mit Stand vom Mai 2017 nehmen wir zum Anlass, Sie über die ordnungsgemäße  Lagerung, Aufbereitung und Verwertung von Straßenaufbruch (Asphalt, Teer) zu informieren.  Vorwort des LfU-Merkblattes Obwohl ein umweltverträglicher Wiedereinbau von pechhaltigem Material (Straßenaufbruch) unter engen Rahmenbedingungen prinzipiell möglich ist, soll aus Gründen der Vorsorge und im Sinne einer nachhaltigen Lösung künftig darauf verzichtet werden. Deshalb wollen ab 2018 der Bund und der Freistaat Bayern als Straßenbaulastträger in Bundes- und Staatsstraßen grundsätzlich kein teer- /pechhaltiges Material mehr einbauen. Um eine Verschiebung des belasteten Materials in den kommunalen und privaten Straßen- und Wegebau und somit eine unkontrollierte Verteilung PAK-haltigen Materials zu vermeiden, soll teer-/pechhaltiges Material möglichst vollständig aus dem Stoffkreislauf ausgeschleust und nicht wieder eingebaut werden. Die energetische Verwertung oder die thermische Behandlung zur Schadstoffzerstörung sollte deshalb grundsätzlich bevorzugt werden. Eine weitere Möglichkeit, die Schadstoffe aus dem Stoffkreislauf des Straßenbaus zu entfernen, ist die Verwertung oder Beseitigung auf Deponien.   Wichtige Begriffe Die Zeiten, in denen Teer im Straßenbau verwendet wird, sind zum Glück und Wohl aller vorbei. Daher empfiehlt es sich auch im allgemeinen Sprachgebrauch die richtigen Begriffe zu verwenden: Es wird nicht […]
Asbestentsorgung: LAGA Merkblatt M 23 Asbest ist die Bezeichnung für eine Gruppe natürlich vorkommender, feinfaseriger Minerale(Silikate). Am häufigsten wurden in Deutschland Weißasbest (Chrysotil, 83 %) und Blauasbest(Krokydolith, 3,5 %) verwendet. Da Asbest außerordentlich hitze- und weitgehend chemikalienbeständigist, wurde er zur Herstellung vielfältiger Produkte eingesetzt. Beispiele für die verschiedenen Anwendungen sind im Anhang 1 aufgeführt. Grundsätzlich sind zu unterscheiden: Produkte mit fester FaserbindungDies sind insbesondere Asbestzementprodukte (z. B. „Baufanit“, „Eternit“), die alsebene und profilierte Platten oder als Rohre in großem Umfang im Baubereich Verwendungfanden, aber auch andere Produkte wie Bremsbeläge. Produkte mit schwacher FaserbindungHierzu zählen vor allem Spritzasbest und andere Produkte mit schwach gebundenenAsbestfasern wie Leichtbauplatten, Asbestpappen, Dichtungsschnüre, die fürdie Bereiche Brandschutz, Schallschutz, sowie Wärme- und Feuchtigkeitsschutzeingesetzt wurden. Insbesondere bei Produkten mit schwacher Faserbindung oder zerbrochenen Asbestzementproduktenbesteht eine erhöhte Gefahr der Freisetzung von Asbestfasern. Quelle: LAGA M 23 Von der  Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft (LAGA) wurde für die Entsorgung von asbesthaltigen Abfällen ein überarbeitetes Merkblatt (Stand: Juni 2015) herausgegeben. Die Vollzugshilfe regelt vor allem folgende Themenbereiche Zuordnung von asbesthaltigen Abfällen zu Abfallschlüsseln und Entsorgungswegen, Überwachung der Entsorgung asbesthaltiger Abfälle Zulassung von Anlagen zur Behandlung oder Ablagerung asbesthaltiger Abfälle Aufstellung von Abfallwirtschaftsplänen oder Abfallwirtschaftskonzepten der öffentlichrechtlichen Entsorgungsträger (örE). Das komplette Merkblatt können Sie hier downloaden. LAGA-Merkblatt M 23: […]
Stoffliche Verwertung von Mineralwolle, Dämmwolle, KMF Im Rahmen von Gebäuderückbau und Sanierung fallen in Deutschland jährlich 10 Mio. Kubikmeter Mineralwolleabfälle an, die auf Sondermülldeponien verbracht werden müssen. Mineralwolle (KMF), die vor 1996 verwendet worden ist, gilt als krebserzeugend oder krebsverdächtig. Der Umgang mit alten Mineralwolle-Dämmstoffen ist heute nur noch im Zuge von Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten zulässig. Analog zum Gefahrstoff Asbest sind umfangreiche Schutzmaßnahmen zu treffen. Bei neuen Dämmstoffen aus Mineralwolle wurde sowohl die Fasergeometrie als auch die chemische Zusammensetzung soweit verändert, dass diese als nicht mehr krebserzeugend eingestuft werden. Bisher gibt es hingegen noch kein sicheres Verfahren zur Verwertung gebrauchter Mineralwolle ähnlich der Asbestverwertung. Es ist nur eine Verbringung des aufgemahlenen Gefahrstoffes im Ziegelton bekannt. Die MWT – Gesellschaft für industrielle Mikrowellentechnik mbH (Elz) entwickelte auf Basis des Asbestverwertungsverfahrens der Marco Reimann Spezialentsorgung (Seebergen) gemeinsam mit dem Institut für Fertigteiltechnik und Fertigbau (IFF) Weimar e.V. und der Bauhaus Universität Weimar ein technisches Verfahren zum umweltgerechten Behandeln und Verwerten kanzerogener Mineralwolle. Der Gefahrstoff wird durch sogenannte Multi-Mode-Mikrowellen gezielt verschlackt. Die Schlacke kann nachfolgend durch Exzenterschwingmühlen aufgemahlen werden. Das faserfreie neue Produkt beziehungsweise Feinmaterial kann aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung in der Baustoffindustrie in vielerlei Weise eingesetzt werden. (Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt […]
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