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Bauschutt

Verwertung von Bauschutt

Untersuchung von Bauschutt und Recyclingmaterial
Untersuchung von Bauschutt und Recyclingmaterial

Sämtliches mineralisches Material, welches bei einem Abbruch / Rückbau eines Gebäudes anfällt wird als Bauschutt bezeichnet. Ziel einer jeden Abbruch-/Rückbaumaßnahme sollte und muss sein, möglichst viel Material (mineralisch oder nicht) wieder zu vewerteten.

Zur Erfassung und anschließenden bestmöglichen Trennung der unterschiedlichen verbauten Materialien (Bausubstanz) ist es unerläßlich durch ein sog. Rückbaukonzept VOR Abbruch die Bausubstanz zu erfassen und zu bewerten.

Die Herkunft von Belastungen der Bausubstanz durch Schadstoffe kann sehr unterschiedlicher Natur sein. Zu unterscheiden sind primäre, sekundäre und nutzungsbedingte Belastungen. Außerdem können Kontaminationen aus dem Gebäudeunterhalt und biologisch bedingte Gefährdungen vorhanden sein.

 

Bauschutt-Aufbereitung: Youtube-Link
Bauschutt-Aufbereitung: Youtube-Link

 

 

Begriffe

Gemäß dem Bauschutt-/Recycling-Leitfaden werden folgende Begriffe verwendet bzw. unterschieden:

Bauschutt Mineralisches Material, das bei Abbruch-, Sanierungs- und Umbauarbeiten von Bauwerken und Bauteilen anfällt. Unter den Begriff Bauschutt fällt auch Bodenaushub mit bodenfremden mineralischen Bestandteilen > 10 Vol. % sowie Betonabbruch und Mauerwerksabbruch. Bauschutt fällt auf der Baustelle als Einzelfraktion (Beton 170101, Ziegel 170102, Fliesen, Ziegel und Keramik 170103) oder gemischt (170107) an. 
Recycling-Baustoffe Aufbereitete, zur Verwendung/Verwertung geeignete mineralische Baustoffe. Nach diesem Leitfaden hergestellte Recycling-Baustoffe, welche die Richtwerte RW 1 einhalten, können als Produkte eingestuft werden. Produkte unterliegen nicht dem Abfallrecht. (>> Einsatz von RC-Material)
Straßenaufbruch  Material, das bei Aufbruch- und Sanierungsarbeiten von Straßen anfällt (Beton 170101 oder Bitumengemische 170302). (>> Einsatz von Asphalt)
Technische Bauwerke Als Technische Bauwerke im Sinne dieses Leitfadens sind Bauweisen zu verstehen, die die Herstellung einer technischen Funktion in, auf oder außerhalb einer durchwurzelbaren Bodenschicht haben (z.B. Arbeitsraumhinterfüllungen, Baustraßen, Lärmschutzwälle, Parkplatzunterbau, mechanische Bodenverbesserung).

Nach der Trennung der unterschiedlichen Baumaterialien erfolgt die

Untersuchung von Bauschutt

Untersuchung von Bauschutt - Recyclingmaterial
Untersuchung von Bauschutt – Recyclingmaterial

Zur Sicherung einer möglichst hohen Verwertungsquote von Bauschutt sowie zur Verbesserung eines ordnungsgemäßen umweltfreundlichen Verwertungsablaufes von Bauschutt wurde der sog.

Recycling-Leitfaden bzw. Bauschutt-Leitfaden ( >> Download)

vereinbart.

Dieser Leitfaden regelt die „Anfor­derung an die Verwertung von Recycling-Baustoffen (RC-Baustoffe) in technischen Bauwerken”. Der beiliegende Leitfaden betrifft den Einbau von Recycling-Baustoffen aus
aufbereitetem Bauschutt und Straßenaufbruch intechnischen Bauwerken für den Erd-, Straßen- und Wegebau inBayern. Er steht in Wechselbeziehung mit den Technischen Lieferbedingungen für Gesteinskörnungen im Straßenbau (TL Gestein-StB) und für Baustoffe und Baustoffgemische für Schichten ohne Bindemittel im Straßenbau (TL SoB-StB) in Verbindung mit den Zusätzlichen Technischen Ver­tragsbedingungen und Richtlinien für die einzuhaltenden wasserwirtschaftlichen Gü­temerkmale bei der Verwendung von Recyclingbaustoffen im Straßenbau in Bayern (ZTV wwG-StB By) undden zugehörigen Bekanntmachungen der Obersten Baube­hörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern.

Folgende Parameter sind bei der Bewertung von Recyclingmaterial bzw. Bauschutt heranzuziehen. Die Unterscheidung folgt durch sog. Richtwerte in RW 1 und RW 2:

Parameter Einheit RW 1 RW 2 Toleranz (%)
Feststoff
EOX mg/kg 3 15 20
MKW 1)   300 1.000 20
PAK (EPA) 2)   5 20
Eluat
Färbung, etc.   ist anzugeben  
pH-Wert 3)   ist anzugeben  
el. Leitfähigkeit μS/cm 2000 8000 5
Sulfat 4) mg/l 250 1.000 10
Chlorid mg/l 125 300 10
Arsen μg/l 10 60 20
Cadmium μg/l 2 10 20
Chrom ges. μg/l 50 150 10
Kupfer μg/l 50 300 10
Nickel μg/l 50 200 10
Blei μg/l 40 200 10
Zink μg/l 100 600 10
Quecksilber μg/l 0,5 2 20
Phenolindex 5) μg/l 20 100 20
MKW 6) μg/l 100 600 20
Stoffliche Zusammensetzung von Bauschutt / Recyclingmaterial
Stoffliche Zusammensetzung von Bauschutt / Recyclingmaterial

Folgende Fußnoten sind zu beachten:

  1. Bei bitumenhaltigen Recycling-Baustoffen kann die Bestimmung der Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) im Feststoff entfallen, maßgebend ist hier der Eluatgehalt der MKW.
  2. Bei bitumenhaltigen Recycling-Baustoffen ist eine uneingeschränkte Verwertung bis zu einem Wert von 10 mg/kg zulässig.
  3. Für Recycling-Baustoffe typischer Bereich: 7,0 – 12,5 (kein Richtwert); bei Abweichungen im Rahmen von Eigenüberwachungsprüfungen ist der Fremdüberwacher einzuschalten.
  4. Bei Bauschutt für gipshaltiges Material ist eine Überschreitung der Zuordnungswerte bis zu den jeweilis höheren Werten zulässig, unter der Bedingung, dass die Ca-Konzentration im Eluat mindestens die 0,43-fache-Sulfat-Konzentration erreicht.
  5. Bei bitumenhaltigen Recycling-Baustoffen ist eine uneingeschränkte Verwertung bis zum RW 2 – Wert zulässig.
  6. Nur zu bestimmen bei bitumenhaltigen Recycling-Baustoffen oder wenn die Feststoffanalyse mehr als 300 mg/kg ergibt.

Probenahme und Analyse von Bauschutt

Als fachkundiges Institut übernehmen wir die korrekte und fachgerechte Probenahme von Bauschutt und/oder Recycling-Material selbstverständlich nach den anerkannten Methoden, wie z.B. nach LAGA PN 98.

Oft kann bereits bei noch bestehenden Gebäuden eine sog. Bohrkern-Analyse zur weiteren Einschätzung hilfreiche Erkenntnisse liefern.

Alle Analyse erfolgen selbstverständlich nach den anerkannten DIN-Methoden im zugelassenden und akkreditieren Labor.

Sprechen Sie uns an. Gerne übersenden wir Ihnen unsere Preisliste hierfür und beraten Sie gerne.

Tel. 08171 / 380 100

 

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Über die Einbaukriterien von Bauschutt und Recyclingmaterial können Sie sich hier informieren.

>> Recycling-Material: Einbau und Verwertung

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