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Entsorgung von HBCD-haltigen Dämmstoffen Flammschutzmittel HBCD in Dämmstoffen wie Polystyrol / EPS Seit Mai 2013 ist die Chemikalie HexaBromCycloDodecan, kurz HBCD als persistenter, also in der Umwelt schwer abbaubarer, organischer Schadstoff (POP) identifiziert worden. Daraus folgte ein weltweites Handels- und Verwendungsverbot. HBCD war lange das wirtschaftlich wichtigste Flammschutzmittel für Dämmstoffe aus Polystyrol. Was ist Hexabromcyclododecan (HBCD)? HBCD ist ein ringförmiges, bromiertes Kohlenwasserstoffmolekül mit der chemischen Formel C12H18Br6. Der Stoff ist bei normalen Temperaturen fest und nur sehr wenig wasserlöslich. Wofür wird der Stoff verwendet? HBCD dient wegen seiner technischen Eigenschaften vorwiegend als Flammschutzmittel für Kunststoffe. HBCD wird vor allem in Dämmstoffen aus Polystyrol für Gebäude – sowohl in expandiertem Polystyrol (EPS) als auch in extrudiertem Polystyrol (XPS) – eingesetzt. Teilweise ist es auch in Verpackungskunststoffen aus EPS zu finden, beispielsweise für weltweit gehandelte Elektro- und Elektronikgeräte. Der Stoff wurde zudem in geringerem Umfang in Rückenbeschichtungen von Vorhängen und Möbelbezugsstoffen oder in Gehäusekunststoffen verwendet. Ist die Verwendung von HBCD verboten? In fast allen Bereichen ja. Für Dämmstoffe aus expandiertem Polystyrol (EPS) gibt es noch eine Ausnahme. Seit dem 22. März 2016 dürfen Produkte mit einem Gehalt von mehr als 100 mg/kg HBCD in der EU nicht mehr hergestellt oder in Verkehr […]
Stoffliche Verwertung von Mineralwolle, Dämmwolle, KMF Im Rahmen von Gebäuderückbau und Sanierung fallen in Deutschland jährlich 10 Mio. Kubikmeter Mineralwolleabfälle an, die auf Sondermülldeponien verbracht werden müssen. Mineralwolle (KMF), die vor 1996 verwendet worden ist, gilt als krebserzeugend oder krebsverdächtig. Der Umgang mit alten Mineralwolle-Dämmstoffen ist heute nur noch im Zuge von Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten zulässig. Analog zum Gefahrstoff Asbest sind umfangreiche Schutzmaßnahmen zu treffen. Bei neuen Dämmstoffen aus Mineralwolle wurde sowohl die Fasergeometrie als auch die chemische Zusammensetzung soweit verändert, dass diese als nicht mehr krebserzeugend eingestuft werden. Bisher gibt es hingegen noch kein sicheres Verfahren zur Verwertung gebrauchter Mineralwolle ähnlich der Asbestverwertung. Es ist nur eine Verbringung des aufgemahlenen Gefahrstoffes im Ziegelton bekannt. Die MWT – Gesellschaft für industrielle Mikrowellentechnik mbH (Elz) entwickelte auf Basis des Asbestverwertungsverfahrens der Marco Reimann Spezialentsorgung (Seebergen) gemeinsam mit dem Institut für Fertigteiltechnik und Fertigbau (IFF) Weimar e.V. und der Bauhaus Universität Weimar ein technisches Verfahren zum umweltgerechten Behandeln und Verwerten kanzerogener Mineralwolle. Der Gefahrstoff wird durch sogenannte Multi-Mode-Mikrowellen gezielt verschlackt. Die Schlacke kann nachfolgend durch Exzenterschwingmühlen aufgemahlen werden. Das faserfreie neue Produkt beziehungsweise Feinmaterial kann aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung in der Baustoffindustrie in vielerlei Weise eingesetzt werden. (Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt […]
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